Historie

Klei­ne His­to­rie des Schei­ben­schüt­zen­corps 1970 Weve­ling­ho­ven

Im Jah­re 1965 schlos­sen sich die Schüt­zen, die bis­her der Artil­le­rie ange­hör­ten, zur For­ma­ti­on Alte Artil­le­rie zusam­men und grün­de­ten somit den ers­ten Schei­ben­schüt­zen­zug. Das Bei­spiel mach­te Schu­le; schon ein Jahr spä­ter gesell­te sich der Blaue Mond­ach dazu und 1969 folg­ten die Erft­jun­ker. Aber um ein neu­es Corps dem Regi­ment hin­zu­fü­gen zu kön­nen, gehört eine gewis­se Zahl von Mit­glie­dern dazu. Erst durch die Teil­nah­me des Fan­fa­ren­corps, der Gar­ten­städ­ter und von Waid­manns­heil wur­de die­ses Soll erfüllt. Als drit­tes Corps im Weve­ling­ho­ve­ner Regi­ment wur­de 1970 das Schei­ben­schüt­zen­corps gegrün­det. Es ist seit­dem fes­ter Bestand­teil des Bür­ger­schüt­zen­ver­eins.

In den fol­gen­den Jah­ren berei­chern die Züge Spät­le­se, He Sim­mer, Wiveko­ver Ver­schnitt, Nur kei­ne Hem­mun­gen, Alte Fan­fa­ren, Hot Pänz und Op Zack das Corps. Spä­ter kamen die Züge Stie­fe Jon­ge, Schär­pe Bosch­te und Wiveko­ver Bosch­te hin­zu. 2014 for­mier­te sich Lot Jonn, und in 2015 neh­men Glücks­pils erst­ma­lig am Schüt­zen­fest teil.

Alle Züge und Schüt­zen reprä­sen­tie­ren das Corps im gewünsch­ten Sin­ne, was bedeu­tet, ordent­li­ch zu mar­schie­ren und zu fei­ern, ohne über­trie­be­nen Regle­men­tie­rungs­zwän­gen zu unter­lie­gen. Die Schei­ben­schüt­zen wol­len hier­mit zum Aus­druck brin­gen, dass sie „Spaß an der Freud“ haben und der nöti­ge Zusam­men­halt durch Kame­rad­schaft und Freund­schaft gepflegt wird.

Bis 1991 lag die Füh­rung des Schei­ben­schüt­zen­corps in den Hän­den von Karl-Heinz Vogel. Ihm zur Sei­te stan­den als Adju­tan­ten zuer­st Hart­mut Tacke­nen­berg und spä­ter Hor­st Was­sen. Außer­dem sorg­ten Schrift­füh­rer Theo Hoer und Kas­sie­rer Jakob Cremer für „geord­ne­te“ Ver­hält­nis­se im Corps. Nach dem Aus­schei­den Karl-Heinz Vogels wur­de Dr. Hel­mut Hau­ser im Jahr 1991 zum Major gewählt.

Zwei Jahr­zehn­te spä­ter über­gab Dr. Hel­mut Hau­ser das Majorsamt an sei­nen Adju­tan­ten Hans-Jür­gen Stöl­ting. Nach des­sen plötz­li­chen Tod wur­de auf der Corps­ver­samm­lung am 15. März 2013 Ste­fan Fück­er ein­stim­mig zum neu­en Major der Schei­ben­schüt­zen Weve­ling­ho­ven gewählt.

Sei­ne Kol­le­gen im Corps­vor­stand sind Adju­tant Ralf Dwor­ak, Schrift- und Geschäfts­füh­rer Alex­an­der Klömp­ges, Kas­sie­rer Wolf­gang Jurk sowie die Bei­sit­zer Rolf Geh­len, Lutz Steins und Chris­ti­an Stö­cker. Unter­stützt wird die Mann­schaft von Corps­spieß Wil­li­bert Schmitz.

Im Jahr 1983 führ­ten die Schei­ben­schüt­zen erst­mals eine Corps­fah­ne mit. Die nöti­gen Mit­tel zur Anschaf­fung der Corps­fah­ne, deren Gestal­tung auf einen Ent­wurf von Man­fred Drie­sen und Heinz Fer­ra­ri zurück­geht, über­nahm die Stadt­spar­kas­se Weve­ling­ho­ven.

Gesel­lig­keit, Abwechs­lung und Spaß gehö­ren in den Ablauf des Schüt­zen­jah­res. Ein High­light im Pro­gramm des Schei­ben­schüt­zen­corps ist der Früh­schop­pen am Schüt­zen­fest-Diens­tag, an dem man sich mit „Kind und Kegel“ auf dem Gelän­de der „Erftru­he“ trifft. Im Herbst wer­den beim Corps­schie­ßen die bes­ten Schüt­zen und der Corps­kö­nig ermit­telt.

Außer­halb der Schüt­zen­sai­son wird die alle zwei Jah­re statt­fin­den­de Kar­ne­vals­si­zung mit dem Mot­to „Von uns – für uns“ begeis­tert gefei­ert. Und am Rosen­mon­tag ver­an­stal­ten die Schei­ben­schüt­zen den tra­di­tio­nel­len und mitt­ler­wei­le legen­dä­ren „Rosen­mon­tags-Ball“ in der Erftru­he, die über die Jahr­zehn­te zum „zwei­ten Wohn­zim­mer“ aller Schei­ben­schüt­zen gewor­den ist.